Erste Flugreise mit Baby – 10 Tipps für den Urlaub mit Baby
Wenn man Eltern wird, verändert sich plötzlich so ziemlich alles im Leben. Aber eines war für mich von Anfang an klar: Auf das Reisen möchte ich auch als Mama mit Baby nicht verzichten. Also haben wir es gewagt – und sind mit unserem 4,5 Monate alten Sohn nach Mauritius geflogen. Unser erster Urlaub zu dritt – und gleich eine Fernreise!
Kurz vor Abflug kamen dann doch die Zweifel: Habe ich wirklich an alles gedacht? Wird der Flug zu lang für ihn? Und wie klappt das alles unterwegs? Besonders der lange Flug hat mir anfangs etwas Angst gemacht. Aber Spoileralarm: Es war viel entspannter, als ich gedacht hätte. Der Flug verlief ruhig, der Kleine hat die meiste Zeit verschlafen und alles hat wunderbar funktioniert.
Ich kann euch nur ermutigen: Traut euch! Mit ein bisschen Vorbereitung wird der erste Urlaub mit Baby einfach wunderschön und eine bleibende Erinnerung. Hier kommen unsere 10 besten Tipps für eure erste Flugreise mit Baby. ✈️💛.
1. Nutzt die ersten 6–8 Monate
Die ersten Monate sind tatsächlich die beste Zeit zum Reisen. Babys schlafen noch viel, sind meist zufrieden, wenn sie nah bei Mama oder Papa sind und die Routinen sind noch flexibler. Je mobiler sie werden, desto anstrengender kann eine Flugreise werden. Ich habe unseren Kleinen außerdem noch voll gestillt, somit mussten wir uns keine Gedanken über sein Essen machen. Also: Wenn euer Baby noch klein ist – nutzt die Gelegenheit!

2. Nachtflug wählen
Ein Nachtflug ist oft Gold wert. Viele Babys schlafen durch die Dunkelheit und das monotone Fluggeräusch super ein und es herrscht eine ruhige Atmosphäre auf dem Flug. Unser Flug startete um 20 Uhr. Ich habe versucht die Wochen vorher die Schlafzeit auf diese Uhrzeit auszurichten. Als es dann soweit war, habe ich den Kleinen beim Start gestillt und ab dann hat er den Flug fast komplett verschlafen. Achtet darauf, dass ihr Sitzplätze mit Baby-Bassinet (Babybett) reserviert, falls es die Airline anbietet. Wir waren mit Condor unterwegs, da gab es diesen Luxus leider nicht. Aber auch auf dem Schoss bzw. in Mamas Armen war die Reise kein Problem. Nehmt euch aber unbedingt ein Kissen (oder ein kleines Stillkissen) mit, um euren Arm bequem auf der Lehne ablegen zu können. Wenn der Flug nicht ausgebucht ist, könnt ihr auch nachfragen, ob ihr eine Reihe mit zusätzlichem Platz für das Baby bekommt. Falls es die Auslastung zulässt, machen das viele Airlines möglich.


3. Leichtes Handgepäck
Weniger ist mehr! Gerade beim Fliegen mit Baby merkt man schnell, wie wertvoll freie Hände sind.
Nutzt am besten die Wickeltasche auch als eure Handtasche und packt wirklich nur das nötigste ein. Eventuell packt ihr eine kleine Tasche mit den Dingen, die ihr auf dem Flug griffbereit braucht (z.B. Spucktuch, Decke für das Baby, Spielzeug). Dann müsst ihr nicht die große Wickeltasche im Fußraum stehen haben, sondern nehmt einfach die kleine Tasche heraus und habt mehr Platz für eure Beine.
4. Rechtzeitig und in Ruhe packen
Nimm dir am besten schon mehrere Tage vor eurer Abreise genug Zeit für das Packen. So kannst du jeden Tag ein bisschen erledigen und gerätst nicht in Zeitdruck. So bleibt auch genug Zeit, um eine Packliste durchzugehen (z. B. meine Packliste für den ersten Urlaub mit Baby) und in Ruhe zu überlegen, was wirklich mit muss. Stress am Abflugtag ist das Letzte, was du brauchst.

5. Reisebuggy + Kindersitz in einem
Überlegt vorher was ihr in eurem Urlaub unternehmen wollt und wie ihr von A nach B kommt. Dementsprechend müsst ihr einen Kindersitz für das Auto und natürlich einen Kinderwagen mitnehmen. Die meisten Airlines erlauben 2 „Babyitems“ die ihr als Gepäck zusätzlich aufgeben dürft. Dennoch muss man ganz schön was schleppen, wenn man z.B. einen Kinderwagen mit Babywanne und einen MaxiCosi mitnehmen möchte. Unsere Lösung – der Doona X. Ein Kinderwagen der sich zum Kindersitz fürs Auto umfunktionieren lässt und trotzdem eine Liegefunktion hat. Da wir nicht extra für den Urlaub einen zusätzlichen Kinderwagen kaufen wollten, haben wir ihn über hey little gemietet. Der Kleine war gerne darin gelegen und hat auch seine Mittagsschläfchen darin gemacht. Für uns unverzichtbares Zubehör: Sonnenschutz und Rocket.


6. Neues Spielzeug für die Reise
Nimm ein oder zwei neue kleine Spielsachen mit, die dein Baby noch nicht kennt. Das sorgt für Überraschung und Unterhaltung, wenn es im Flugzeug oder am Flughafen mal unruhig wird.
Bei uns haben diese Gadgets den Kleinen gut beschäftigt: Fidget Spinner, Saugnapf Leine, Sensorik Buch.

7. Mail ans Hotel vorab
Schreib dem Hotel vor eurer Anreise eine kurze Nachricht: Erwähne, dass ihr mit Baby reist und bittet um ein Babybett und (wenn möglich) ein Zimmer mit kurzen Wegen zum Restaurant oder Pool. So seid ihr vor Ort perfekt vorbereitet und das Hotel-Team freut sich über eure Organisation. Nicht selten führt so eine Mail auch zu einem Upgrade – probier es aus!
8. Reiseapotheke nicht vergessen
Auch wenn man es sich natürlich nicht wünscht – im Notfall ist man einfach froh, gut ausgestattet zu sein. Und selbst wenn man nichts davon braucht, gibt eine gut gepackte Reiseapotheke für den Urlaub mit Baby ein beruhigendes Gefühl, auf alles vorbereitet zu sein. Ich nehme lieber ein bisschen mehr mit und hoffe dann, dass wir nichts davon benötigen. Was in unserer Reiseapotheke für die erste Flugreise mit Baby nicht fehlen durfte, findest du übrigens ebenfalls in meiner Packliste für den ersten Urlaub mit Baby – dort habe ich alles detailliert aufgelistet.

9. Erwartungen anpassen
Ein Urlaub mit Baby ist anders als ein Pärchenurlaub – aber nicht schlechter. Es ist eine neue Art des Reisens, mit anderen Prioritäten. Statt romantischen Abendessen und Cocktails an der Bar gibt es Kuschelstunden im Schatten, Mittagsschläfchen im Buggy und frühe Abendessen. Dafür darf man einem kleinen Wesen die Welt zeigen und sieht alles aus Kinderaugen. Wenn man das annimmt und nicht dem gewohnten hinterhertrauert, kann das sogar noch schöner sein. Seid nur von Anfang an realistisch und stellt euch darauf ein.
10. Seid mutig!
Traut euch! Reisen mit Baby ist wunderbar, wenn man entspannt bleibt und sich nicht verrückt macht. Babys spüren, wenn ihre Eltern ruhig sind – und meistens läuft alles besser, als man denkt. Jede Reise ist eine wertvolle Erinnerung – und euer kleiner Mitreisender und auch ihr wachst mit jeder Erfahrung.



