Kanaren Ausflüge mit Baby. Die besten Tipps für deine Kanarenkreuzfahrt auf Teneriffa, Gran Canaria & Co.

Wir waren mit unserem 7 Monate altem Baby auf einer Kanarenkreuzfahrt unterwegs und haben bewusst auf organisierte Ausflüge verzichtet. Stattdessen sind wir auf eigene Faust losgezogen – ohne Zeitdruck, ohne feste Uhrzeiten und ganz im Babyrhythmus. Hier kommen unsere erprobten Tipps und Ausflugsideen für die besten Kanaren Ausflüge mit Baby.
Teneriffa – entspannt durch die Stadt schlendern
In Santa Cruz de Tenerife liegt der Hafen so günstig, dass man die Innenstadt ganz bequem in etwa 20 Minuten zu Fuß erreicht. Gerade mit Kinderwagen ist das ideal.
Während der Weihnachtszeit war die Stadt besonders schön geschmückt und beleuchtet. Wir haben einfach einen entspannten Spaziergang durch die Straßen gemacht, sind ein bisschen gebummelt und haben die Atmosphäre genossen. Shoppingmöglichkeiten gibt es hier mehr als genug – perfekt für einen lockeren Vormittag.
Sehr schön ist auch der Parque García Sanabria, ein toll gestalteter Stadtpark mit wirklich schönem Kinderspielplatz. Anschließend haben wir uns noch einen Kaffee im benachbarten Hotel Iberostar Heritage Grand Mencey gegönnt. Hier gibt es eine wunderschöne Außenterrasse, auf der man auch als nicht Hotelgast eine kleine Pause genießen kann.



Falls noch Zeit bleibt und das Wetter mitspielt, ist ein halber Tag im Parque Marítimo César Manrique eine tolle Möglichkeit. Eine große Poolanlage, mit Blick aufs Meer mitten in der Stadt und wie alles was vom Künstle César Manrique gestaltet wurde, sehr ästhetisch und schön gemacht.
Lanzarote – unsere Lieblingsinsel
Lanzarote hat uns definitiv positiv überrascht und ist zu unsere Lieblingsinsel auf der Kanaren-Kreuzfahrt geworden. Hier lohnt es sich, ein Auto zu mieten, um die Insel flexibel erkunden zu können. Unser Tipp:Die Autovermietung Cicar direkt am Hafen. Wenn ihr das Hafengebäude verlasst, steht ihr direkt vor dem kleinen Container der Autovermietung. Alles läuft sehr unkompliziert und fair und ihr könnt das Auto auch während der Siesta zurück geben und einfach den Schlüssel einwerfen. Außerdem gibt es kostenlose Kindersitzen – allerdings eher für ältere Kinder, wenn ich es richtig gesehen habe. Wir hatten für diesen Zweck wieder unseren Doona X (2 in 1 Kinderwagen und Autositz) dabei.
–> Hier geht’s zur Packliste für Flugreisen mit Babys.
Lanzarote ist stark geprägt von César Manrique, einem kanarischer Künstler, Architekt und Umweltschützer, der sich dafür eingesetzt hat, dass die Insel nicht vom Massentourismus überrollt wird – das spürt man überall.
Wir haben uns die Fundación César Manrique (sein ehemaliges Wohnhaus) sowie die Jameos del Agua, eine von ihm gestaltete Vulkanhöhle mit unterirdischem See angeschaut – beides absolute Must-sees. Wichtig zu wissen: Leider sind beide Orte nicht kinderwagentauglich, wir hatten unseren Kleinen daher in der Trage.




Mittagessen könnt ihr entweder direkt in den Jameos del Agua oder ganz entspannt am Playa de las Cucharas. Dort haben wir dann ganz entspannt unseren Tag ausklingen lassen und die Sonne am Meer genossen. Eigentlich stand auch noch der Kaktusgarten auf unserem Plan, aber wir haben uns bewusst dagegen entschieden – manchmal ist weniger einfach mehr, gerade mit Baby.

Gran Canaria – Strandtag mitten in der Stadt
Auf Gran Canaria haben wir es eher ruhig angehen lassen und einen halben Tag an Bord verbracht. Danach sind wir vom Hafen aus in etwa 20 Minuten zu Fuß zum Playa de las Canteras spaziert.

Für einen Stadtstrand ist der Strand wirklich wunderschön, weitläufig und durch ein vorgelagertes Riff geschützt. Dadurch ist das Wasser seicht und ruhig, was ihn auch mit Kindern sehr angenehm macht. Entlang der Promenade gibt es zahlreiche Restaurants und Cafés, perfekt für einen entspannten Nachmittag ohne großes Programm.

Madeira – Natur, Seilbahn & Genuss
Madeira war für uns eine der abwechslungsreichsten Stationen. Vom Hafen aus sind wir zu Fuß zur Seilbahn gelaufen. Der Spaziergang führt vorbei am Cristiano-Ronaldo-Museum mit der bekannten Statue und dauert etwa 30 Minuten.

Unser Tipp: Tickets für die Seilbahn vorab online kaufen. So könnt ihr die Warteschlange an der Kasse vermeiden und zeigt die Tickets einfach auf eurem Handy vor.

Mit Kinderwagen wird man übrigens bevorzugt behandelt und muss auch vor der Gondel nicht anstehen – toller Service. Den Kinderwagen kann man dann einfach bequem in die Gondel schieben.


Oben angekommen haben wir den gegenüber der Seilbahn liegenden „Monte Palace Tropical Garden“ besucht. Leider hat es am Morgen unseres Aufenthaltes geregnet, daher war das Café im Gewächshaus, direkt hinter dem Eingang ein echter Glücksgriff – frisch gepresste Säfte und ein entspannter Stillstopp inklusive. Bei schönem Wetter gibt es viel zu entdecken in den Gärten und man hat eine tolle Aussicht. Allerdings ist der Eintritt mit 18€ leider kein Schnäppchen. Kinder bis 14 Jahren sind allerdings frei.



Nach der Rückfahrt mit der Gondel ging es weiter auf Erkundungstour durch die bekannte Rua de Santa Maria mit ihren bunt bemalten Türen. Zum Mittagessen haben wir uns dort für die Taberna Ruel entschieden. Frischer Fisch, sehr kinderfreundlich und ein echtes Highlight: Der Besitzer hat unseren Kleinen kurzerhand übernommen und bespaßt, damit wir in Ruhe essen konnten. Ich hatte gegrillten Oktopus, der super lecker war.
Danach haben wir noch einen Abstecher zum Mercado dos Lavradores (der traditionellen Markthalle der Stadt) und ein Spaziergang über die Avenida Arriaga gemacht. An jeder Ecke kann man köstlich duftende Maronen kaufen und auch die ein oder andere Gelegenheit einen Poncha (ein traditionelles Getränk mit Zuckerrohrschnaps – für die stillenden Mama natürlich eher zum angucken 😉 ) zu probieren gibt es hier. Und besonders schön: Zur Weihnachtszeit gibt es hier eine hübschen Weihnachtsmarkt.




La Palma – charmant & entspannt
La Palma eignet sich perfekt zum gemütlichen Schlendern. Wir sind die Calle O’Daly entlanggelaufen, eine wunderschöne Straße mit kleinen Läden, Plätzen und historischen Gebäuden. Hier waren wir ohne Kinderwagen unterwegs und hatten den Kleine in der Trage, was definitiv die bessere Wahl war.



Immer geradeaus gelangt man zur Plaza de la Alameda, wo ein Nachbau eines Kolumbus-Schiffs steht, inklusive kleinem Schifffahrtsmuseum. Gegenüber führen Treppen hinauf zum Castillo de la Virgen, einem kleinen Fort von dem man aufs Meer blickt. Anschließend sind wir am Strand entlang zurück Richtung Schiff spaziert. Ein kurzer Stopp am schwarzen Strand durfte natürlich nicht fehlen – hier sollte man aber beachten, dass das Meer oft starke Wellen und Strömung hat und nicht unbedingt für Kinder geeignet ist (wetterabhängig). Auf halbem Weg gibt es dafür einen schönen Spielplatz direkt am Strand, perfekt für eine kleine Pause.

Unser Fazit
Die Kanaren lassen sich wunderbar auf eigene Faust erkunden, gerade mit Baby. Die Häfen sind stadtnah, Wege kurz und man bleibt flexibel. Schraubt die Erwartungen etwas runter, plant nicht zu viel – und genießt die gemeinsame Zeit.
